„Wie die Angst vor dem Fremden unsere Demokratie bedroht”
Vortrag und Diskussion
Montag | 23. März 20 | 19–21.30 h
Referentin: Lamya Kaddor, Islamwissenschaftlerin;
Moderation: Michaela Rensing, Journalistin
In Deutschland reden viele davon, wie sich Geflüchtete und Einwanderer* innen integrieren können. Muss sich dann nicht auch die Mehrheitsgesellschaft ändern? Was braucht es, damit Integration nicht als Einbahnstraße verstanden wird? Die Islamwissenschaftlerin und Religionspädagogin Lamya Kaddor beobachtet mit Sorge, dass Ängste vor Geflüchteten und vor dem Islam das politische Klima in Deutschland immer mehr vergiften. Dadurch etablieren sich Denkweisen, die Beschränkungen der Freiheit zugunsten einer angeblichen Sicherheit legitimieren. Gleichzeitig warnt Kaddor, dass keine Ideologie und keine Weltanschauung über unserem Grundgesetz stehen darf, auch hier sieht sie die Demokratie in Gefahr. Die erklärte Verfassungspatriotin ist Tag für Tag mit der Integrationswirklichkeit konfrontiert; sie sieht, welche Probleme, aber auch Chancen auf die deutsche Gesellschaft zukommen. Für sie ist klar: Wir brauchen ein neues deutsches Wir.
Eine Kooperation mit der Ev. Erwachsenenbildung und dem Regionalbüro Westfalen der Konrad-Adenauer-Stiftung. Eintritt frei